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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Hat es Zweck, eine Psychotherapie zu beginnen, wenn man nicht daran glaubt, dass sie einem etwas bringt?

Ja, Sie müssen nicht an den Erfolg glauben. Sehr viele Menschen leben mit der Erfahrung, nicht verstanden zu werden und glauben nicht mehr daran, im Rahmen einer Therapie vollumfänglich verstanden zu werden. Viele Menschen sind überzeugt, dass ihre persönliche Situation so verfahren ist, dass Hilfe nicht möglich ist – schon gar nicht durch einen „studierten Seelenklempner“. Zu viele Patienten und Klienten fühlen sich nach schlechten Erfahrungen zu Recht enttäuscht. Sie werden bereits nach der ersten Sitzung ein Gefühl dafür haben, ob die personzentrierte Gesprächspsychotherapie Ihnen möglicherweise neue Perspektiven eröffnet.

Muss ich krank sein, um von einer Therapie zu profitieren?

Nein, von einer hilfreichen therapeutischen Beziehung profitieren auch Gesunde. Lebenskrisen, Belastungssituationen und das Gefühl sich im Kreise zu drehen oder mit bestimmten Problemen auf der Stelle zu treten, gehören zum normalpsychischen Bereich und können im Rahmen einer Gesprächstherapie einer Lösung zugeführt werden, die zugleich eine Weiterentwicklung Ihrer Persönlichkeit bedeutet.

Behandeln Sie auch schwere psychische Erkrankungen?

Ja, die Gesprächstherapie ist bei vielen, auch schweren psychischen Störungen und tiefem seelischen Leid angezeigt. Dies schließt Psychosen ein, bei denen Realitätsverlust befunden wird. Das Behandlungskonzept bei Störungen und psychischen Erkrankungen, an denen der Stoffwechsel im Gehirn betiligt ist, muss aber von einem Arzt entschieden werden, der außer einer Psychotherapie bei Bedarf auch Psychopharmaka verordnen kann. Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis, wahnhafte Depressionen und sehr leidvolle Neurosen wie etwa Zwangs- und Angststörungen werden durch Psychotherapie begleitet. Der Grundsatz, den man in Psychiatrie-Lehrbüchern nachlesen kann, lautet: Keine Psychopharmaka ohne Psychotherapie.

Sind Sie Psychotherapeut?

Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ ist ein standesrechtlich geschützter Begriff, den ein „Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ (so die vollständige Berufsbezeichnung) nicht führen darf, obwohl er zur Ausübung von Psychotherapie befugt ist. Ebenso sind „Psychotherapeut (HPG)“ („nach dem Heilpraktikergesetz“) und ähnliche Formulierungen unzulässig. Psychologen und Psychiater, die sich Psychotherapeuten nennen dürfen, denken oft in anderen Wertesystemen als Heilpraktiker für Psychotherapie.

Begleiten Sie die Behandlung mit Homöopathie?

Nein, als Heilpraktiker für Psychotherapie nehme ich keinerlei Einfluss auf eine vom Arzt verschriebene Medikation, und ich empfehle und verschreibe keine Medikamente, auch keine homöopathischen Agensen. Ich stehe der klassischen Homöopathie ebenso aufgeschlossen gegenüber wie der so genannten Schulmedizin, belasse es aber in der Gesprächstherapie beim Sprechen. Heilpraktiker für Psychotherapie sind nicht befugt, auch rezeptfreie Agensen zu empfehlen oder zu verabreichen, wenn diese nicht ausschließlich auf die Psyche wirken.

Ich möchte mich nicht auf die Couch legen!

Die Couch gehört in die klassische Psychoanalyse. Bei der Gesprächstherapie sitzt man auf bequemen Stühlen und redet so, dass man sich sehen kann.

Ich kann und will nicht alles auspacken. Dann kann ich eine Therapie doch gleich vergessen, oder?

Es ist eine kluge und richtige Entscheidung Ihrer Seele, wenn sie nicht alles offenbaren und preisgeben will, wenn es Bedenken und Zweifel gibt. Das respektieren wir. Wenn Sie Vertrauen fassen, im geschützten Rahmen mehr zu offenbaren, wird sich das finden, aber von einer Therapie kann auch profitieren, wer – gerade zu Beginn – ein Geheimnis bewahren will.

Es gibt so viele Psycho-Angebote – wie kann ich erkennen, ob ein Therapeut oder eine Therapieform seriös ist?

Das ist in der Tat schwer zu beurteilen. Zwei wichtige Merkmale sind a) die Erlaubnis des Therapeuten zu therapieren und b) dass das Verfahren wissenschaftlich (empirisch) erfolgreich getestet wurde. Psychotherapie dürfen diese Berufsgruppen ausüben: Ärzte (Medizinstudium, oft Facharzt-Schwerpunkt Neurologie und Psychiatrie), klinische Psychologen (Psychlogie-Studium und klinische Zusatzprüfung), Heilpraktiker (amtsärztliche Prüfung zu allgemeinen medizinischen Fragen), Heilpraktiker für Psychotherapie (amtsärztliche Prüfung zu Fragen der Psychiatrie) sowie für Kinder und Jugendliche Pädagogen mit bestimmten Zusatzausbildungen und Prüfungen. Allen anderen (Psychologische Berater, Coaches, Sozial- und andere Pädagogen, Seelsorgern…) ist das Therapieren von Menschen aus guten Gründen verboten – obwohl es vielfältige Angebote gibt. Eine Ausnahme ist „Geistheilung“, die niemandem verboten ist und nicht als Therapie gilt.
Sie sollten einem Arzt, einem klinischen Psychologen sowie einem Heilpraktiker für Psychotherapie vertrauen können.
Als Therapieformen sind anerkannt: Personzentrierte Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie sowie in der Familientherapie die Systemische Therapie. Dazu kommen spezielle Ansätze, etwa „Masters und Johnson“ in der Paar- und Sexualtherapie.
Wenn Sie mit Symptomen zu kämpfen haben, die auf Depression, Angst, Zwang, Bipolare Störungen („manisch-depressiv“), Manie, Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis oder Persönlichkeitsstörungen (etwa Borderline) hindeuten, seien Sie kritisch gegenüber exotischen oder esoterisch anmutenden Angeboten, sowie gegenüber Therapien, die ein ganzes Sammelsurium an phantasievoll betiteltenen Verfahren nutzen, zu deren theoretischem Verständnis man in exotische Vorstellungswelten abtauchen muss.

Gibt es eine religiöse Dimension Ihrer Arbeit?

Mit Religion werden Sie bei mir nicht behelligt, denn ich bin Atheist. Carl R. Rogers begann seine akademische Laufbahn übrigens mit der Theologie, und die Ausbildung von christlichen Seelsorgern ist heute stark vom personzentrierten Ansatz geprägt. Als weltlich oder rationalistisch denkender Mensch können Sie bei mir darauf vertrauen, dass Sie sich im Rahmen der Gesprächstherapie nicht der Forderung ausgesetzt sehen, „zu Gott“ zu finden. Über eine mögliche spirituelle Dimension der Psychotherapie ließe sich hingegen länger sprechen.

Sind Sie auch Musiker?

Es ist richtig, beim Surfen auf diesen und anderen Seiten sehen Sie, dass ich auch als Musiker, Musikproduzent, als Autor und Fachdozent tätig war und bin. All diese Aufgaben setzen neben den Primärtugenden (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, professionelle Sorgfalt und Vorbereitung…) insbesondere zweierlei voraus: das Zuhören und das Vertrauen in die eigene Intuition. Mein Studienhintergrund: Ich bin Musikwissenschaftler (Systematische Musikwissenschaft, Magister) und habe im Nebenfach Erziehungswissenschaften studiert. Das systematische Denken der Geisteswissenschaften und das Vertrauen in die eigene Emotionale Intelligenz prägt auch meine Haltung in der Psychotherapie.

Besuchen SIe hierzu auch: www.jfconrad.com